Aktuelles

Unsere Fraktion hatte im Februar 2021 den Antrag gestellt, den Betrieb in der Stadthalle aufrecht zu erhalten. Zudem haben wir die Verwaltung um transparente Entscheidungsgrundlagen gebeten:
„Um eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen treffen zu können beantragen wir, fundierte Informationen zu den Kosten samt Folgekosten für den Fall der Einstellung des Stadthallenbetriebs als auch für die Fortführung und die damit jeweils verbundenen notwendigen Planungs- und Bau-Konzepte einzuholen.“

Bekanntermaßen wurde unser Antrag abgelehnt, die Mehrheit hat die Schließung der Stadthalle beschlossen. Was ist seit Februar 2021 passiert? NICHTS!
Keine Vorschläge der Verwaltung. Keine Überplanung. Keine Kostendarstellungen.

Die im Offenen Brief zur Petition vorgeschlagenen Ansätze für eine Umnutzung oder anderweitige Verwendung der Stadthalle wurden von der Verwaltung bislang als wirtschaftliches Desaster und die Bausubstanz als wirtschaftlicher Totalschaden vermittelt. Alternative Nutzungsformen, wie von Herrn Dr. Englert vorgeschlagen, waren somit vom Tisch.

Dennoch haben wir wie eingangs beschrieben für den Weiterbetrieb geworben und abgestimmt. Ungenutzte Immobilien verfallen sehr schnell und sterben.

Wir sind der Meinung, dass wir ergebnisoffen die Möglichkeiten der Stadthalle betrachten sollten und nicht schleichend die Optionen beschneiden. Dazu ist es sinnvoll, zumindest kleine Deckungsbeiträge durch den Weiterbetrieb der Halle durchzuführen und dem Verfall nicht tatenlos zuzusehen.

Seit Jahrzehnten stehen hier finale Planungen und Entscheidungen aus. Wir hoffen, dass der Offene Brief von Herrn Dr. Englert und seinen Mitunterzeichnern den Prozess rund um die Stadthalle nochmal unterstützt und beschleunigt.

Einige Passagen der Argumentation im Offenen Brief zur Petition halten wir allerdings auch für fragwürdig. Da heißt es, bei der Symbios-Befragung habe mit 35% eine große Mehrheit für „Investition in den Bestand“ gestimmt. Das halten wir mit Verlaub für eine mutige Auslegung.
11% haben für Abriss und Ersatzhalle und 12% für Abriss ohne Ersatzhalle gestimmt.
Also 23% für Abriss und …. 42% der Befragten haben ganz offensichtlich überhaupt keine Meinung zur Stadthalle gehabt.

Dazu kommt: 2017 wurden 100 Bürger*innen befragt, die man zufällig angetroffen hat. Und 20 Kunden aus den Bereichen Schulen, Vereine, Unternehmen und Politik. Das ist nun wahrhaftig alles andere als repräsentativ.  Wenn man mal überlegt, wie viele Unterschriften man beispielsweise für ein Bürgerbegehren braucht.

Dass die Verwaltung die Arbeit von Symbios nicht infrage gestellt hat, lässt uns staunend zurück.