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Eine weitere vertane Chance für Mettmann oder endlich Aufbruch wagen?

Am 09.02.2022 wurde im Ausschuss für Sport, Kultur und Ehrenamt sowohl der Antrag der Linken zur Prüfung unterschiedlicher Alternativen zur Verlagerung des Hallenbades an einen anderen Standort, beispielsweise angrenzend am Naturfreibad, als auch der Antrag für eine Prüfung hinsichtlich Abrisses und Neubau an alter Stelle abgelehnt.
Im Übrigen ist nach unserer Auffassung die Frage der FDP, ob wir uns zwei Bäder weiter leisten können oder sollten mehr als überdenkenswert. Demnach auch die Frage nach einem Ganzjahresbad, so schön unser Naturfreibad auch ist.

Unser Standpunkt zum heutigen Hallenbad:

Die erheblichen Renovierungskosten werden das aktuelle Erscheinungsbild bestenfalls nur konservieren, mit den geplanten11 Millionen Euro wird die aktuelle Situation nur beibehalten. Und unter den aktuellen Bedingungen ist es keineswegs sicher, dass es bei den geplanten 11 Millionen bleibt.

Wir meinen, mit einer Basis von 11 Millionen Euro sollte ein zeitgemäßes Funktionsbad entstehen, das mit geringeren Folgekosten betrieben werden kann und neue Chancen für die Stadtentwicklung bietet.

Die Beibehaltung des aktuellen Standortes blockiert eine städtebauliche Überplanung in Verbindung mit dem angrenzenden Areal der Stadthalle. Betrachtet man die Bereiche Stadthalle und Hallenbad getrennt voneinander, dann haben beide Grundstücke Schwächen. Dies, obwohl sie sich beide in bester innenstädtischer Lage befinden. Eine gemeinsame Überplanung bietet viel Entwicklungspotential und somit Ertragskraft.

Da sich Mettmann keine Schwimmoase leisten kann, sollte ein neues Funktions-Hallenbad auf die Bedürfnisse des Schul- und Vereinsschwimmens angepasst werden. Als Standort bietet sich das Freibad an. Und möglicherweise sollten wir aus Gründen der Synergien dann auch noch einmal über ein Ganzjahresbad nachdenken. Entsprechende Änderungen im Bebauungsplan sollten hierbei keine Hürde darstellen. Zudem sollten Baumaßnahmen nur mit Fördermitteln umgesetzt werden.

Wir sehen deutliche Vorteile:

Ein Funktions-Hallenbad ist auf die Bedürfnisse der Zielgruppen Schüler, Vereine oder auch Training von Feuerwehrgruppen zugeschnitten und für die Zukunft gut aufgestellt. Die Saunawelten und Spaßbäder sind mit dem Bürgerbus auch für wenig mobile Menschen kostengünstig erreichbar. Dadurch ließe sich eine Reduzierung der Betriebskosten, da nur Kernbereiche bedient werden.
Wetterbedingte Wechselbetriebe bei Naturfreibad und Hallenbadbetrieb sind nahtlos möglich.
Die Überplanung des heutigen Hallenbades hilft der Stadtentwicklung und kann aufgrund der Gesamtgröße mit dem Gelände der Stadthalle die Quartierentwicklung mit sozialen Wohnungsraum und hochwertigen Wohneinheiten direkt positiv prägen. Fragestellungen wie Bibliothek und Versammlungsräume sollten hierbei mit eingebunden werden.
Die Aufgaben der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung wurde bewusst geändert, um derartige Geschäftsmodelle wirtschaftlich zu führen und langfristig Erlöse für den städtischen Haushalt zu erwirtschaften.
Andernfalls benötigen wir keine GfW.
Insgesamt müssen wir in Mettmann zukunftsorientiert agieren. Dazu gehört, dass wir nicht enorme Beträge in den Erhalt von längst nicht mehr zeitgemäßen Struktur-Immobilien investieren.