In der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung sowie für strategische Stadtplanung, Stadtentwicklung und Bauen am 23.09.2021 wurde eine Machbarkeitsstudie für eine 6-zügige Gesamtschule diskutiert.
Laut Schulentwicklungsplan werden in den nächsten Jahren 7 bis 9 Züge an weiterführenden Schulen zusätzlich zu den beiden Gymnasien benötigt.

Eine 6-zügige Gesamtschule deckt daher nicht den laut Schulentwicklungsplan festgestellten Bedarf und es ist abzusehen, dass Kinder künftig an dieser Schule abgewiesen werden müssen. Wir halten zudem die hierzu bereits einmal andiskutierte Idee von der Zug-Erweiterung an den Gymnasien für den falschen Weg, denn das würde der Gesamtschule die dringend benötigten Gymnasialschüler wiederum noch mehr entziehen.

Wir bitten daher um Beantwortung der folgenden Fragen bis zur Sitzung des Rates der Kreisstadt Mettmann am 05. Oktober 2021:

  • Nach welchen Kriterien soll die Gesamtschule in Mettmann Schülerinnen und Schüler (SuS) ablehnen?
  • Welche Schule sollen die SuS besuchen, die von der Gesamtschule in Mettmann aus Kapazitätsgründen abgelehnt werden?
  • Wie viele Kinder haben die beiden Gymnasien in den letzten drei Jahren nach der Erprobungsphase verlassen müssen und wo sollen diese SuS künftig untergebracht werden?
  • Wie lässt es sich mit dem Grundgedanken bei der Gründung der Gesamtschule in Mettmann „ein Platz an einer weiterführenden Schule für alle Mettmanner Kinder in ihrem Wohnort“ vereinbaren, wenn nun doch Kinder abgewiesen werden müssen, die keine (eingeschränkte) Gymnasialempfehlung haben?
    Diese müssen dann in einer der benachbarten Städte zur Schule gehen.
  • Wie soll eine für die Sekundarstufe II ausreichende Leistungs-Heterogenität an der Gesamtschule hergestellt werden, wenn bereits im ersten Jahrgang nur 5 SuS mit Gymnasialempfehlung und weitere 11 SuS mit eingeschränkter Gymnasial-Empfehlung angemeldet wurden?
  • Wie kann an der Gesamtschule perspektivisch die notwendige Leistungsheterogenität gemäß § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 APO-S I sichergestellt werden, nicht zuletzt um zu vermeiden, dass wir zwar theoretisch eine Gesamtschule, in der Praxis dann aber eine Sekundarschule gegründet hätten?